Naturparadies Murnauer Moos

Moos-Fakten

4200 Hektar

weist das Murnauer Moos auf und ist damit eines der bedeutendsten Moorgebiet des nördlichen Alpenvorlandes

1975

wurde der Bohlenweg durch den langen Filz angelegt. Auch heute noch ist er Teil des Moos-Rundwegs.

1000 Pflanzenarten

wurden bislang im Murnauer Moos nachgewiesen.

1800 Tierarten

wurden bis zum Jahr 2000 im Murnauer Moos beobachtet. Bezieht man alle Insektenarten mit ein, liegt diese Zahl deutlich höher.

600 Quelltöpfe und Grundwasseraufstöße

welche auch "Moosaugen, Moosbrillen oder Seeaugen" genannt werden, gibt es im Murnauer Moos.

1 Bitte:

Bitte bleibt auf den offiziellen Wegen!

Ohne Moos nix los...

Moore speichern bis zu 700 Tonnen CO2 pro Hektar und somit sechs mal so viel wie ein Hektar Wald. Sie sind daher sowohl für die Klimabilanz als auch als Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten wichtig. So auch im Murnauer Moos, dem größten Alpenrandmoor Mitteleuropas. Es dehnt sich südlich von Murnau bis nach Eschenlohe und westlich bis nach Grafenaschau aus. Das Moos ist hinsichtlich seiner Geschlossenheit und Größe, seiner Landschaftsformen und der dort ansässigen Flora und Fauna einmalig in den Alpen. Viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben hier noch einen gesicherten Lebensraum.

Entstanden ist das Murnauer Moos während der Würmeiszeit (bis vor ca. 15.000 Jahren). Vor ca. 14.000 Jahren war das Becken vom sogenannten Murnauer See gefüllt. Feine Sedimente bildeten mit der Zeit eine wasserundurchlässige Schicht. Über die Jahrtausende verlandete der Murnauer See zusehends und Moore entstanden.

Heutzutage leben im Murnauer Moos weit über 1.800 Arten. Bezieht man alle Insektenarten mit ein, kann man von mehreren tausend Tierarten im Moos ausgehen. Darunter unter anderem der Wachtelkönig, die Kreuzotter, die Zwerglibelle, verschiedene Schnecken- und Muschelarten und viele mehr.

Auch die Flora zeigt sich im Murnauer Moos in ihrer ganzen Pracht. Ca. 1.000 Gefäßpflanzen und Farne sind dort zu finden. Hinzu kommen rund 100 Moosarten. Das Moos hat eine hohe Bedeutung beim Schutz gefährdeter Arten wie dem Zierlichen Wollgras, dem Kriechenden Sellerie, dem Wanzenknabenkraut oder der Heidelbeerweide.

Erleben kann man das Murnauer Moos bei einer geführten Wanderung oder auf dem 12 Kilometer langen Moos-Rundweg. Für den Erhalt der Artenvielfalt ist es wichtig, dass Ihr euch nicht vernab der offiziellen Wege bewegt. Hierfür danken wir Euch sehr!

Geführte Moostouren

Bei den Führungen durch das Murnauer Moos habt Ihr die Qual der Wahl. Folgende Führungen bieten wir an:

  • Geschichte und Geschichten vom Murnauer Moos mit Traudl oder Stefan Bergmeister

  • Von Bulten, Drischen und Köcheln mit Dr. Helmut Hermann, Dipl. Biologe

  • Leichte Mooswanderung mit Reinhard Klein

© Simon Bauer Photography
© Das Blaue Land / Simon Bauer

Der Moos-Rundweg

Kaum eine Tour um Murnau am Staffelsee bietet mehr Einblicke in eine intakte Natur als dieser bekannte und beliebte Weg. Belohnen kann man sich nach der 12 Kilometer langen Runde mit einer Einkehr.

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